illu
dienstag/der 21./februar
Permakultur Akademie
Permakultur Institut e.V.
Im Garten 11
51503 Hoffnungsthal
Tel: 02205-9198383

Wesensgemäße Hühnerhaltung

Von: Freitag, 24.März 2017 - 20:00 Uhr
Bis: Sonntag, 26. März 2017 - 13:00 Uhr
Ort: Schloss Türnich Schloss Türnich 1
Veranstalter: Betriebsgemeinschaft Schloss Türnich
E-Mail:
Telefon: 02237 974697
Leitung: Harald Wedig Permakultur Designer, Dr. Inga Tiemann, Dr. Mareike Fellmin
Teiln.-Bed/AGB: http://www.schloss-tuernich.de
Kosten: 160,00 €
Kategorie: Praxiskurs

Henne

 

Hühner sind und geben viel mehr als Fleisch und Eier. Wir haben sie jedoch in den letzten Jahrzehnten so erfolgreich auf diese beiden Produkte reduziert, dass wir uns ihrer anderen Gaben kaum noch erinnern. Im Zuge dieser Reduzierung haben wir nicht nur den Tieren unsägliches Leid angetan, sondern uns selbst all der anderen Fähigkeiten dieser alten Kulturgefährten beraubt.

 

Seit Jahrtausenden haben Hühner als ehemalige Waldrandvögel zur Vielfalt auf Bauernhöfen und selbstversorgenden Heimstätten beigetragen. Sie haben in Hecken, Gärten und Obst- und Weingärten Erntereste, Samen, Beikräuter, sowie den Kot anderer Haustiere gefressen. Sie haben Insekten- und Kleinnagerpopulationen kontrolliert und so die Nutzpflanzen und die Effektivität der Lagerhaltung unterstützt. Sie liessen sich mit anderem Geflügel, mit Kühen, Schweinen, Schafen und Ziegen vorteilhaft  vergesellschaften. So trugen sie u.A. zur Gesundheit ihrer Hofgenossen bei, da sie die Eier ihrer Parasiten vertilgten.

 

Als wesentliches Element dienten Hühner dem Hof und der umgebenden Landschaft, sie weckten morgens die Hofgemeinschaft und belebten Garten und Land tagsüber mit ihrem emsigen Treiben. Dabei suchten sie stets die Nähe des Menschen und die damit verbundene Sicherheit, wagten sich aber bei der Futtersuche gerne weiter hinaus. So wie Schweine bei geschickter Haltung den Pflug ersetzen konnten, haben Hühner den Boden danach stets geeggt und gerecht.

 

In einer essbaren Landschaft oder jedem naturnahen Garten und in jeder dauerhaften Kultur sollten wir uns auf die Tugenden dieser vielseitigen Vögel besinnen und sie möglichst selbstorganisiert zum Teil unseres produktiven Landnutzungs-Systems werden lassen. Dabei gehen wir nicht allein von den bekannten Produkten, Ei und Fleisch, als hauptsächlichem Tribut der Hühner aus, sondern wir sehen sie mit all ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen als vervollständigenden Teil der Landschaft, die sie und uns nährt.

 

Was es dazu braucht, um Hühner als belebendes und produktives Element in unsere Gärten und Anlagen zu integrieren wird im Vortrag und in der anschliessenden Diskussion vermittelt.

 

Neben der Weitergabe aller wesentlichen Haltungsinformationen werden wir als praktische Übung einen einfachen mobilen Hühnerstall auf Kufen bauen, der die Vögel vielseitiger einsetzbar macht und sie vor nächtlichen Überfällen von Marder, Fuchs und Wolf schützt. Dabei werden uns Holzfachleute handwerklich unterstützen.

 

Unser worshop beginnt am Freitag abend um 20:00 mit einer Impulsveranstaltung zum Huhn und seiner wesensgemässen Haltung. Hier freuen wir uns auf die fachliche Vertiefung durch Dr. Inga Tiemann und  Dr. Mareike Fellmin vom wissenschaftlichen Geflügelhof des BDRG.

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