Permakultur Akademie
Permakultur Institut e.V.
Im Garten 11
51503 Hoffnungsthal
Tel: 02205-9198383

Lernort mit Auszeichnung 2016

Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Bundesminsiterium für Bildung und Forschung zeichnen 65 Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus. Die Permakultur Akademie ist eine davon!

Wie kann Nachhaltigkeit fest in den Strukturen der deutschen Bildungslandschaft verankert werden? Beim ersten nationalen Agendakongress Bildung für nachhaltige Entwicklung am 11. Juli 2016 in Berlin haben die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Johanna Wanka und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Verena Metze-Mangold Auszeichnungen an 65 gute Beispiele gelebter Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) verliehen. 

 

BNE-Auszeichnung 2016

von l.n.r.: Prof. Dr. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater der Nationalen Plattform für nachhaltige Entwicklung und Leiter des Instituts TUTUR an der Freien Universität Berlin), Pedro Barbosa, Mathias Krebs, Sandra Passaro (alle drei Studenten an der Permakultur-Akademie), Kornelia Haugg (Leiterin Abt. 3 Berufliche Bildung; Lebenslanges Lernen, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Wolfgang Hirche (Minister a.D., Berater der Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung in internationalen Fragen und Vorstandsmitglied, Deutsche UNESCO-Kommission)

 

Strukturen für Bildung für nachhaltige Entwicklung schaffen

Die Bundesministerin Professor Johanna Wanka sagte anlässlich der ersten Verleihung von Auszeichnungen im UNESCO-Weltaktionsprogramm: "Bildung für nachhaltige Entwicklung muss gelebt werden, sie muss im Alltag der Bürger ankommen. Ich freue mich sehr, dass das an vielen Orten schon heute der Fall ist. Das zeigen die ersten Auszeichnungen im Weltaktionsprogramm."

Die Ministerin hob hervor: "Erstmalig ehren wir Kommunen, Netzwerke und Lernorte, die stabile Strukturen und eine Verstetigung über BNE-Aktivitäten erreicht haben oder anstreben. Denn nur so kommen wir unserem Ziel näher, insgesamt eine nachhaltige Gesellschaft zu werden. Ich gratuliere den Ausgewählten herzlich."

Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betonte: "Unser Handeln schafft neue Strukturen. Jeder und jede kann zur Lösung globaler Herausforderungen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Wie das gelingen kann, zeigen die herausragenden 65 Bildungsinitiativen, die wir heute auszeichnen. Ob Kommune, Bauernhof, Schullandheim, Berufsschule oder Universität – sie alle verdeutlichen, wie Nachhaltigkeit auch in den Strukturen des deutschen Bildungssystems verankert werden kann. Ich wünsche mir, dass diese Beispiele viele Nachahmer finden!"

Insgesamt 65 Lernorte, Netzwerke und Kommunen überzeugten die Fachjury mit ihren Bewerbungen. Diese Vorreiter leisten einen herausragenden Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Die Ausgezeichneten stellen sich auf der Seite www.bne-portal.de vor. Sie erhalten das Logo des Weltaktionsprogramms für ihre Arbeit und profitieren von dem Austausch mit anderen Akteuren und Initiativen. Dazu bieten die Freie Universität Berlin und die Deutsche UNESCO-Kommission Beratung an.

 

BNE-LOGO Lernort mit Auszeichnung 2016

 

Hintergrund der Auszeichnung

Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Sie versetzt Menschen in die Lage, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen und abzuschätzen, wie sich eigene Handlungen auf künftige Generationen oder das Leben in anderen Weltregionen auswirken. In der Agenda 2030 der Vereinten Nationen und dem UNESCO Weltaktionsprogramm (2015-2019) ist die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Ziel für die Weltgemeinschaft festgeschrieben.

 

Auszug aus unserem Bewerbungstext

Unter dem Motto "Earth Care – People Care – Fair share – Mit Permakultur zukunftsfähige Lebensweisen gestalten" führen wir bundesweit Einführungskurse und Workshops zum Thema Permakultur durch. 

In unseren 12 Tage umfassenden Permakultur Designkursen vermitteln wir in den Bereichen Ökologie, Boden, Wasser, Pflanzen, Muster & Systeme, Klima, Energie, Bauen, Infrastruktur, Soziales und Ökonomie Grundlagenwissen, das nötig ist, um selbst zukunftsfähig handeln zu können. Inhaltlich umfasst dies z.B. lokale Versorgung mit Nahrung - Energie - Heizmaterial, regionale und solidarische Wirtschaftskreisläufe, Partizipation, Konfliktklärung und soziale Prozesse, auf respektvolle Weise für die eigenen Bedürfnisse sorgen, Nahrung selbst anbauen, Wildkräuter, Bauen mit Stroh und Lehm, etc.


Die Permakultur Design Weiterbildung knüpft an die Lernerfahrungen aus dem Permakultur Designkurs an und fördert die Entwicklung von Gestaltungskompetenz durch die Arbeit an selbstgewählten Projekten im eigenen Lebens- und Arbeitsumfeld. Wichtig ist uns, unsere Teilnehmenden zu Akteuren ihrer Lernprozesse zu machen und sie dabei zu begleiten, ihre eigenen Lernziele zu formulieren und zu verfolgen. In diesem Rahmen haben unsere Teilnehmenden schon viele Projekte verwirklicht, die nachhaltige Entwicklung auf allen Ebenen fördern und Veränderungen anstoßen.


All unsere Teilnehmenden – egal ob in Einführungskurs, Designkurs oder in der Weiterbildung - üben sich im Beobachten der Prozesse in der Natur, arbeiten mit den vorhandenen Ressourcen, begeben sich in lebendige Gestaltungsprozesse und entwickeln kreative, ortsangepasste Lösungen. Neben der Ethik, die viele Menschen begeistert, vermittelt Permakultur Sichtweisen und Grundhaltungen, die Verhaltensänderungen und Ressourceneinsparungen im Alltag befördern:  

  • Genau beobachten: was ist da und was wird hier gebraucht – fördert kontextangemessene Lösungen;  
  • Mit dem arbeiten was da ist – führt zur Nutzung vorhandener Ressourcen, statt dem Einkauf neuer Dinge;  
  • Denken in Kreisläufen – fördert die Frage, was kann ich mit dem noch tun, was eigentlich Abfall ist, fördert Kompostierungssysteme, nimmt Materialzyklen in den Blick.  

Die Einladung, klein anzufangen und fehlerfreundlich zu agieren, fördert das Experimentieren mit Veränderungen. Wenn man dann noch Teil einer Community of Practice ist, dann macht das Ganze auch richtig Spaß!


Durch die Frage, was sind eigentlich die Bedürfnisse von Menschen inklusive ihrer sozialen Grundbedürfnisse und wie sorgen wir dafür, wird der Fokus gelenkt auf das, was ich wirklich brauche, weg von vermeintlichen Konsumnotwendigkeiten. Oft werden dadurch auch grundsätzliche Entscheidungen über Veränderungen in der eigenen Berufstätigkeit oder im Engagement angestoßen. 


Viele Menschen finden Zugang zur Permakultur über das Gärtnern. Dieses bringt sie in Kontakt mit den Jahreszeiten, mit Prozessen in der Natur. Teilnehmende beobachten an sich, dass ihre Wertschätzung für Nahrung steigt und sich ihre Ernährungsgewohnheiten saisonalisieren. Auf all diesen Wegen übernehmen unsere Teilnehmenden Verantwortung für ihr eigenes Leben, ihren ökologischen Fußabdruck und die Zukunft ihres Lebensumfelds und werden so zu Akteuren des Wandels unserer Gesellschaft.

Hier gehts zu unserem BNE-Akteursprofil

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